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Walter-Gropius-Berufskolleg

 Technische Schule der Stadt Bochum

 Berufliches Gymnasium

Von Fälschern, Steinen, Blattgold und Einhörnern in der Kunstgeschichte!

Am 30.11.17 begab sich die Klasse FG6S nach Köln ins Wallraff-Richartz Museum, um Eindrücke nach Abschluss der Unterrichtsreihe zum Thema Farbenlehre zu sammeln. Hierbei ging es darum, einen Eindruck von der Verquickung wissenschaftlicher und berufsbezogener Inhalte zu erhalten, wobei das Fach Chemie auch eine wesentliche Rolle in der Kunst sowie Gestaltungstechnik spielt.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen Überblick zum verwendeten Blattgold und Blattsilber

Im Labor des Museums war der Titel der facettenreichen anderthalbstündigen Führung, bei der es unter anderem um die Besichtigung einer Monet-Fälschung ging. Ferner wurden den Schülern und Schülerinnen Techniken historischer Kirchenmalereien auf Tafelbildern, die Verwendung sowohl historischer als auch aktuell verwendeter Pigmente, Grundierungsmethoden und Vergoldungstechniken präsentiert.

Nachbildung eines Kreuz Altar-Gemäldes mit veranschaulichtem Bildaufbau

In Hinblick auf die Restaurationsarbeiten des Labors und bezüglich der verwendeten historischen Maltechniken wurde stellvertretend einer der bedeutendsten Maler der Kölner Malerschule (1300-1550), Stefan Lochner, erwähnt. In seiner Werkstatt wurden etliche Kreuz Altar-Gemälde als Auftragsarbeiten gefertigt. Anhand eines seiner Werke wurde der Aufbau und die Produktion eines Tafelbilds veranschaulicht.

Madonna mit Jesuskind auf dem Arm

Brosche mit Einhorn auf dem Schoß einer jungen Frau

Beeindruckend war die Präsentation eines Gemäldes der Madonna mit Jesuskind und himmlischen Symbolen. Die Madonna trug eine Brosche, die mit einem Einhaarpinsel des Malers gefertigt wurde. Auf der Brosche befindet sich ein Bildnis einer Frau mit einem Einhorn im Schoße. Einhörner vermitteln schon in der frühen mittelalterlichen Kunstgeschichte Jungfräulichkeit.

Replik eines Monets

Besonders interessant waren jedoch die Ausführungen zur Feststellung einer Monet-Fälschung, welche durch Forschungsarbeiten des Wallraff-Richartz Museums identifiziert wurde. Hierbei kamen spektroskopische und Infrarot Technologien zum Einsatz. Auch die Analyse der Grundierung dieser Fälschung, die für Monets Arbeiten untypisch war, und die Überprüfung seiner Signatur führten zu Zweifeln an der Echtheit des Gemäldes.

Originalgemälde Monets (Seerosen, Nymphéas)

Anschließend ging es weiter zu einem Originalgemälde Monets (Seerosen, Nymphéas), anhand dessen die Maltechniken des impressionistischen Malers charakterisiert und mit der Fälschung verglichen wurden. Auch der Grundgedanke des Impressionismus, Natureindrücke schnell einfangen und verewigen zu wollen, wurde veranschaulicht.

Wir ließen den Ausflug mit einer kleinen Runde über den Weihnachtsmarkt am Kölner-Dom ausklingen.

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