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WGBK-Schülerinnen und Schüler wählten anders! - Die „Juniorwahl“ NRW 2022 liefert überraschende Ergebnisse

Hendrik Wüst oder Thomas Kutschaty – Wer wird das Rennen um die Staatskanzlei in Düsseldorf gewinnen und die Regierung des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen (NRW) in den nächsten fünf Jahren anführen? Kurz vor der „richtigen“ Landtagswahl NRW 2022 fand an insgesamt 807 Schulen aus ganz NRW die „Juniorwahl“ statt. Auch sechs Klassen der Ausbildungsvorbereitung, des Beruflichen Gymnasiums und der Fachoberschule des Walter-Gropius-Berufskollegs (WGBK) nahmen daran teil. Hier konnten im Rahmen der „Juniorwahl“ 116 wahlberechtigte Schülerinnen und Schüler in der Woche vor der Landtagswahl fiktiv ihre Erst- und Zweitstimme zur Zusammensetzung des zukünftigen Landtags abgegeben.

Die „Juniorwahl“ ist ein handlungsorientiertes Konzept zur politischen Bildung, welches auf die zukünftige politische Partizipation junger Menschen vorbereiten möchte. Seit ihrer Geburtsstunde im Jahr 1999 ist die „Juniorwahl“ zum bundesweit größten Schulprojekt herangewachsen. Seither beteiligten sich mehr als 5,3 Millionen Jugendliche an den fiktiven Wahlen. In der intensiven Vorbereitung im Politikunterricht setzten sich die Schülerinnen und Schüler des WGBK mit dem politischen System Deutschlands, dem Thema Wahlen und den konkreten Wahlprogrammen der kandidierenden Parteien auseinander. Jederzeit standen dabei der individuelle Meinungsbildungsprozess und das Üben, politische Entscheidungen zu treffen, im Vordergrund. Der Höhepunkt der „Juniorwahl“ stellte der Wahlakt selbst dar. Die Schülerinnen und Schüler konnten ihre Erst- und Zweitstimme mittels eines realitätsgetreuen Stimmzettels abgeben, auf dem die Direktkandidaten des Wahlkreises Bochum I aufgeführt waren. Die Stimmen wurden anschließend – gemäß den Wahlgrundsätzen – anonym vom Wahlvorstand, den die jeweiligen Klassensprecher*innen bildeten, ausgezählt und das Ergebnis online an die Organisatoren der „Juniorwahl“ übermittelt.

Und dieses Ergebnis kann sich sehen lassen, denn im direkten Vergleich unterscheiden sich die Ergebnisse der Landtagswahl und der „Juniorwahl“ enorm und zeigten: Die Schülerinnen und Schüler wählten anders als in der tatsächlichen Wahl! Während in der tatsächlichen Landtagswahl die CDU 35,7 %, die SPD 26,7 % und die Grünen 18,2 % erzielten, wählten die insgesamt 151.312 Schülerinnen und Schüler des Landes NRW wie folgt: Die SPD erhielt 22,6 % der Stimmen und kletterte damit auf Rang 1. Auf Platz zwei kamen die Grünen mit 18,0 %. Mit 17,2 % auf Rang 3 kam die CDU und die FDP mit 15,6 % auf Platz 4. Die AfD erhielt 6,7 % der Stimmen. Die Ergebnisse der Wahlen wurden anschließend im Unterricht ausgewertet und interpretiert.

In einer Zeit, in der die ältere Generation die größte Gruppe der Wahlberechtigten stellt und die Parteien Schwierigkeiten bei der Mobilisierung von Nachwuchs haben, ist es besonders wichtig, Jugendliche für politische Themen zu begeistern und sie in ihren Belangen ernst zu nehmen. Die „Juniorwahl“ fördert somit nicht nur das Interesse an der Politik, sondern gibt auch einen Ausblick auf die möglichen Wahlergebnisse unserer künftigen Landesregierungen.

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