Wir sind

kreativ innovativ im ♥ von Bochum individuell modern sozial europäisch digital kompetent mittendrin gegen Rassismus interessiert Partner begeistert aus dem Ruhrgebiet flauschig so


dieSchule
für kreative Köpfe
und Technikbegeisterte
Walter-Gropius-Berufskolleg

Präparatorin für Geowissenschaften: Praktikum am Naturhistorischen Museum in Wien.

Erfahrungsbericht von Morgaine Kaiser-Koblitz (24.08.–23.12.2026)

Dank Erasmus+ habe ich die Möglichkeit bekommen, erneut ein Praktikum am Naturhistorischen Museum Wien im Bereich der paläontologischen Präparation zu absolvieren. Bereits im letzten Jahr war ich im Rahmen von Erasmus+ für vier Wochen an diesem Museum tätig. Nach meiner erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur präparationstechnischen Assistentin in Geowissenschaften nutze ich nun die Gelegenheit, weitere Berufserfahrung zu sammeln.

Bisher wurden mir zwei Hauptaufgaben übertragen.

Meine umfangreichste Aufgabe ist die Restaurierung eines etwa drei Meter langen Ichthyosauriers. Es handelt sich um ein historisches Präparat aus den Sammlungen des Museums. Zunächst habe ich die einzelnen Platten nummeriert. Anschließend wurden sie mit Hammer und Meißel aus dem historischen Rahmen gelöst, herausgehoben und in die Präparationswerkstätte gebracht. Dort wurde zunächst der alte Lack, der sich auf den Platten befand, mit einem feuchten Tuch entfernt.

Aktuell führe ich die Feinpräparation der Platten mit einem Druckluftstichel durch, wodurch nach und nach weitere Knochen freigelegt werden. Zu jener Zeit standen noch keine modernen Präparationswerkzeuge zur Verfügung, weshalb viele Details und knöcherne Strukturen nicht so sorgfältig herauspräpariert werden konnten. Heute ermöglichen moderne Techniken eine deutlich feinere und schonendere Präparation, sodass das Fossil am Ende detaillierter und ästhetisch ansprechender präsentiert werden kann.

Anschließend werden die Platten mit Backpulver sandgestrahlt, um Sedimentreste von den Knochen zu entfernen. Zum Schluss werden die Platten wieder in den Rahmen eingesetzt und fehlende Knochenelemente ergänzt. Parallel dazu ermittelt eine Paläontologin des Museums den aktuellen Artnamen des Individuums.

Die zweite Aufgabe besteht darin, fossile Fische aus einer Schenkung mit einem Dremel zu bearbeiten und zu formatieren, damit sie anschließend in Sammlungsschachteln verpackt und in die Sammlung aufgenommen werden können.

Neben meiner täglichen Arbeit bin ich auch in Exkursionen eingebunden. Ende September steht unter anderem eine Höhlenexkursion an.

Zurück zur Newsübersicht